Dienstag, 2. Juni 2015

Feiere den Augenblick, morgen könnte es zu spät sein !



KönigsImpulse im Juni 2015

Eine Handreichung für Führende und Menschen, die sich entfalten wollen. Die KönigsImpulse dienen der Inspiration, dem Dranbleiben und Innehalten.

 Feiere den Augenblick, morgen könnte es zu spät sein !
                                                                     Gunter König
Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich in meinem Beratungszimmer, inmitten von einem halben Dutzend Blumensträußen. Flieder, Maiglöckchen, Margeriten, Nachtviolen und Lilien. Was für ein Duft, was für eine Farbenpracht! Allein die Nuancen an Lila und Violett.
Immer wieder hole ich tief Luft – nach den vergangenen Wochen ein besonderer Genuss –, um all diese zarten, pudrigen und betörenden Düfte zu genießen. Sie erinnern sich noch an mein Mai-Schreiben, das Bild des Akkordeons, das ausgequetscht ist und keinen Ton mehr von sich gibt?
Eine Möglichkeit, um erst gar nicht in diese tiefe Erschöpfung zu stolpern, ist: Den Augenblick genießen, die Fülle des Lebens feiern. Darüber möchte ich Ihnen heute erzählen und Lust machen, aus Ihrem Füllhorn des Lebens süße Früchte zu naschen.
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen im Auto und der Hintermann fährt auf Sie auf.
Ihre Reaktion wird je nach Ihrer momentanen Befindlichkeit ganz anders aussehen. Sind Sie im Stress, weil Sie zu spät sind, der Partner/der Chef  unwirsch war, die Kinder auf dem Rücksitz nölen, werden Sie ganz anders handeln, als wenn Sie ausgeglichen sind, eben  von einem schönen Treffen mit Freunden kommen. Im ersten Fall schimpfen Sie womöglich, im zweiten Fall werden Sie sich erkundigen, ob dem Unfallverursacher etwas passiert ist, werden besonnen den Schaden begutachten.
Die gleiche Situation, zwei völlig unterschiedliche Ergebnisse.
Nun, an der Ursprungssituation, dass das Auto auffährt, können Sie nichts ändern. Wohl aber Ihr Handeln.
Sicher sehen Sie’s wie ich: Die erste Reaktion ist verständlich, aber nicht gut.
Die Frage lautet: Wie kann es mir gelingen,  in Balance zu bleiben?
Es ist – auch -  eine Frage der Haltung: Wenn ich mich bewusst auf die schönen Seiten des Lebens konzentriere – die Freude in den Augen meiner  Gesprächspartner, die Wärme der Sonne am Morgen, die kreative Ausdrucksweise einer Klientin – dann  bleibt meine Grundstimmung heiter und vergnügt. Dann gelingt es mir viel leichter, in eine fröhliche Tiefe zu geraten, aus der heraus ich leicht wie ein jonglierender Artist auf dem Hochseil alle die Schätze meiner Erfahrung abrufen und auffangen kann, um sie beispielsweise in die Beratung einzubringen. Wer in dieser fröhlichen Tiefe ist, kann zudem alle Widrigkeiten abfedern, der kann aus dem Füllhorn des Lebens die schönen Augenblicke herausgreifen.
In manchen Menschen  ist diese heitere Aufmerksamkeit häufig  präsent. Und sie lässt sich lernen.
Nehmen Sie sich bitte einen Augenblick Zeit, um diese Haltung gerade jetzt zu üben.
  • Stellen Sie sich vor, Ihnen ist es gelungen, Ihr Leben mit allen Facetten zu genießen. 
  • Spüren  Sie Ihre Freude, Ihr Erfülltsein,  Ihren heiteren Frieden.
  • Stellen Sie sich vor, Sie würden sich  - erfüllt von all dem Glück -  in einem großen 
  • Spiegel betrachten. Machen Sie die Augen zu und stellen  Sie sich das vor. Wie ist Ihre Körperhaltung, Ihre Körperspannung? Ihr Mimik? Wie strahlen Ihre Augen? 
  • Genießen Sie diesen Augenblick, lassen Sie sich von der Freude durchfließen.
  • Stellen Sie beide gegenüber – die Person, die Sie vor der Übung waren und die, die Sie jetzt im Moment sind. Nehmen Sie die Unterschiede wahr. Benennen Sie die Unterschiede und machen Sie sich diese so bewusst.
  • Fragen Sie sich: Was ist der erste Schritt, um diesem beglückten Ich dauerhaft näher zu kommen? An was können Sie sich gleich jetzt im Anschluss freuen? Malen Sie es sich aus, wie Sie diese Vorstellung gleich im Anschluss an die Übung umsetzen, erfüllen werden.
  • Spüren Sie nochmal in das von Glück erfüllte Ich: Spüren Sie in Ihre Schultern, den Rücken, das Gesäß, die Beine. Schenken Sie sich und Ihrem Körper ein Lächeln.
  • Erweitern Sie Ihre Wahrnehmung. Lassen Sie Ihre Freude in die Umgebung ausstrahlen
  • wenden Sie sich mit heiterer Gelassenheit und Vorfreude dem zu, was Ihnen heute     noch begegnet.
  • Vertiefen Sie Ihr Lächeln, und dann öffnen Sie die Augen.

Nehmen Sie Ihre Freude mit. Halten Sie hin und wieder inne und fragen Sie sich: Was ist genau in diesem Augenblick lebens- und liebenswert? Genießen Sie achtsam die Fülle, die Vielfalt und die Unterschiede.

Herzlich grüßt mit Freude

Ihr Gunter König


Dienstag, 5. Mai 2015

Sei bei Dir selbst, und das Leben gelingt!



KönigsImpulse im Mai 2015

Eine Handreichung für Führende und Menschen, die sich entfalten wollen. Die KönigsImpulse dienen der Inspiration, dem Dranbleiben und Innehalten.


                                           Sei bei Dir selbst, und das Leben gelingt!       Gunter König

Guten Tag!
Wenn die Luft raus ist, können Sie so viel auf die Tasten des Akkordeons drücken, wie sie wollen: Sie hören keinen Ton. Selbst wenn die Finger behände die richtige Tonfolge drücken. Die Musik ist zu Ende, wenn der Korpus zusammen gepresst ist. Ausgespielt!
Das Bild der Quetschkommode kam mir in den Sinn, als ich mir in diesen Tagen Gedanken zu den Mai-Impulsen machte. Ich wollte über Ehrgeiz schreiben.
Meine Einfälle sprudelten munter: Was sagt Ehrgeiz im Wortsinn – geizen mit der Ehre oder gar den Geiz ehren? Eine spannende Verbindung des  schönen Wortes „Ehre“ mit dem unbequemen Begriff „Geiz“ – die Schöne und das Biest. Doch ich merkte: Zugepresst bin ich wie ein Akkordeon, dem die Luft ausgegangen ist.
Es dauerte noch einige Gedankenpurzelbäume, bis ich anerkannte: „Die Luft war raus!“
Logo, wer ganz in der Arbeit aufgeht, verliert das Gespür für sich.
Das ist hilfreich fürs Tun und oft auch ein schönes Gefühl, wenn die Arbeit wie von selbst von der Hand geht. 

Doch wo ist die Grenze zum automatischen Abfertigen, weil die Kräfte erschöpft sind.
Dem, den es betrifft, fällt das oft zuletzt auf. Hinweise, die darauf hindeuten, sind bei manchen schlechte Laune oder Reizbarkeit.
Das Bild der Quetschkommode zeigt nicht nur den gedrückten Zustand, es weist auch den Lösungsweg: Möchte ich Töne, so brauche ich Luft!
Luft holen. Atmen. Im Rhythmus des Lebens bleiben. Die Fülle wahrnehmen und genießen. Inne halten, wieder bei sich sein.
So einfach! So schwer!
Bis etwas einfach gelingt, braucht es viel Übung.
Deshalb nochmal in Kürze die Schritte:
1.  Merken, was im Augenblick ist.
2.  Benennen.
3.  Wenn der augenblickliche Zustand benannt ist, nehmen Sie Abstand. Innerlich einen Schritt zurück treten und auf sich schauen. Sich auf das Atmen konzentrieren und so Luft und Raum bekommen.
4.  Wer über das Atmen wieder im Augenblick ist, spürt was jetzt ansteht.
5.  Alternativen denken.
Ich tagträumte und malte mir aus, wie ich im Herbst mit meiner jüngst erworbenen Drehorgel die Ausstellung „Mannsbilder“ begleite, mit Liedern, die Männer zum Thema haben, zum Beispiel die Moritat von Mackie Messer  „Und der Haifisch, der hat Zähne . . .“ oder den alten Schlager „Veronika, der Lenz ist da. . .“.
Mit dieser Melodie ende ich und wünsche einen wunderschönen Lenz.
Herzlich grüßt mit Freude
Ihr Gunter König

Donnerstag, 26. März 2015

Als Kind ist jeder ein Künstler!




KönigsImpulse im April 2015

Eine Handreichung für Führende und Menschen, die sich entfalten wollen. Die KönigsImpulse dienen der Inspiration, dem Dranbleiben und Innehalten.

Als Kind ist jeder ein Künstler.
Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben.
                                                                                       P. Picasso
 
Fasten Sie auch? Auf was verzichten Sie? Auf Süßes, auf Alkohol, auf böse Worte, aufs Internet-Surfen? Oder nutzen Sie die Fastenzeit dazu, sich gute neue Gewohnheiten anzutrainieren? Täglich mehr Sport, Lächeln – einfach auch nur für sich selbst, Gesprächspartner mit Komplimenten überraschen?
Mir scheint fast: Es ist Mode, zu fasten. So in aller Munde, dass ich fast davon absehen möchte, auch mitzumachen. Und doch: Fasten ist eine bewährte Technik, um Ballast abzuwerfen und um sich zu reinigen. Mit der leichtfüßigen Nüchternheit, die sich mit dem Verzicht aufs Essen einstellt, wächst die Freiheit, sich auf das Wesentliche zu besinnen, aus der inneren Klarheit die Kraft zu bekommen, die anstehenden Schritte zu gehen.
Ich möchte Sie deshalb einladen, die Kar- und auch die Osterwoche dazu zu nutzen, ein Muss-ter-Fasten einzulegen.
Sie wollen wissen, was „Muss-ter-Fasten“ ist? Nun Anleitungen, wie Sie mustergültig Fasten, werden Sie von mir nicht bekommen! Es liegt an Ihnen, so frei zu sein, sich für die eine oder andere Form zu entscheiden.
Was wirkt beim Fasten? Wer fastet, erkennt leicht seine Gewohnheiten und hat durch den frei werdenden Raum die Chance, seine besonderenVerhaltensmuster zu erkennen. Einmal erkannt können sie überprüft werden: Stehen Einstellungen hinter meinem Verhalten, die noch zu mir passen oder verrate ich mit meinem Verhalten die Werte, die mir wichtig sind? Erreiche ich mit meinen Verhaltensmustern die Ziele, die ich anstrebe?
Fasten hilft, sich bewusst zu werden. Die wichtigste Königs-Empfehlung lautet: Reduzieren Sie Ihr Tempo. Planen Sie Pausen. So haben Sie Zeit, die inneren Muster zu reflektieren und können gegebenenfalls Ihren Kompass und das Steuerrad neu ausrichten.
Für das „Muss-ter-Fasten“ kommt ein Aspekt hinzu: Halten Sie jedes Mal inne, wenn Sie „muss“ sagen möchten.
Überlegen Sie: Ist das „muss“ wirklich nötig, sinnvoll, angemessen?
Spüren Sie dem Unterschied bei den folgenden Formulierungen nach:
„Das muss ich jetzt gleich erledigen.“
„Ich entscheide mich dafür, das jetzt gleich und mit Freude anzugehen.“
Bemerken Sie’s?
Wer „muss“ sagt, gibt sich eine Zwangsanweisung, schnürt sich ein enges Korsett. Die Folgen sind verspannte Nacken und schmallippige Gespräche. Die Arbeit trägt oft die Tönung des Herstellungsprozesses – sie erkennen, ob etwas mit Hingabe oder unter Druck entstanden ist.
Vor vielen Jahren hatte ich auch eine Art „Muss-ter-Fasten“ praktiziert. Einen Stein hatte ich zum Muss-Stein erklärt und ihn mit mir getragen; drei Wochen in der Hosentasche. Später habe ich ihn während meiner Gespräche als Handschmeichler spielerisch gewendet. Daraufhin erzählten mir viele Leute ihre Stein-Geschichten. Wir kamen ins Gespräch über Pflichten, das Müssen oder über das Funktionieren. Und welche Bedeutung Freiheit hat.
Ich kam in dieser Zeit vom Muss zur Muße.
Ich wünsche Ihnen fröhliche Ostertage mit Stunden der Muße. Legen Sie Schuld, wie auch das Zwangskorsett ab und räumen Sie sich wohlwollend Zeit für Ihr gutes Leben ein.
Wenn Sie mir und anderen von Ihren muss-ter-gültigen Fastenerlebnissen erzählen möchten: Schreiben Sie über Ihre Erfahrungen auf dem Königsblogg (http://gunter-koenig.blogspot.de/)
Wenn Sie darüber hinaus mit mir Ihre inneren und äußeren Muster beleuchten möchten: Sie wissen ja, ich freue mich auf ein Gespräch mit Ihnen.
Herzlich grüßt mit Freude
Ihr Gunter König