Donnerstag, 6. April 2017

Die Dinge sind wirklich so schlimm, ..................................

KönigsImpulse
April 2017

Eine Handreichung für Führende und Menschen, die sich entfalten wollen. Die KönigsImpulse dienen der Inspiration, dem Dranbleiben und Innehalten.


                   
           Die Dinge sind wirklich so schlimm, wie sie scheinen!


Liebe Leserinnen, liebe Leser,
meine Frau kennt mich so eigentlich gar nicht.  Was auch gut ist. Aber seit gestern sitzt es in mir fest. Ich bin grantig, ärgere mich über mich selbst. Die schlechte Laune setzt mir zu – und ich den Menschen um mich herum.
Deshalb soll der Newsletter im April davon handeln, wie es gelingt, vom Unmut zu Freimut zu kommen.

Ausgangspunkt:
Ich bin unzufrieden mit mir. Berechtigterweise. Doch ich komme nicht ins Handeln. Ich hocke missmutig in meiner schlechten Laune fest.
Dabei weiß ich, was zu tun ist und wie ich’s machen kann, um wieder gut drauf zu sein. Allein, ich setze noch einen niederziehenden Gedanken drauf und beiße mich fest.
Dabei weiß ich: Mein Ärger macht die Sache ärger. Wenn ich schlecht drauf bin, bringe ich nicht die gute Leistung, die ich bringen möchte.
Wenn ich grantig bin, schade ich meinen Beziehungen und den Gegenständen, mit denen ich zu tun habe.



Herangehensweise:
Ich will das, was mich stört, ändern und ich weiß, der allererste Schritt ist der, mich aus dem Trüben, dem Ärger zu befreien. Erst dann habe ich den weiten Blick für die Fülle der Lösungen. Erst dann habe ich die Tatkraft, um ins freudige und damit ins gelingende Tun zu kommen.
  1. Den ersten Schritt zur Besserung habe ich bereits getan:
    Mich beobachten und anerkennen, was ist.
    In diesem Fall sage ich mir und versuche mich im Schmunzeln: Ach, so bin ich also auch?!
  2. Der zweite Schritt geht einher mit dem ersten Schritt: Ich mache mir die Situation bewusst (ich ärgere mich über mich selbst und kneble und fessle mich durch meinen Ärger).  Allein dadurch lockern sich die lähmenden Würgegriffe der Gefühle, fallen die quälenden Peitschenschläge des Grantelns weniger leidenschaftlich aus.
  3. Ich nutze diesen Spalt zwischen mir und meinen Gefühlen und vergrößere ihn, indem ich mir sage: „Ich habe die Freiheit, mich für oder gegen den Ärger zu entscheiden“. Ich entscheide mich für die Freude.
  4. Ich besinne mich auf mein Wissen (Wissen über Zusammenhänge) und auf mein Handlungswissen (so wende ich meine Stimmung!).  
  Konkret in diesem Fall: 

     - Ich sage ja zu den Überraschungen, die meine Pläne 
       durchkreuzen.
     - Ich ziehe freundlich lächelnd meine missmutigen 
       Gedanken in Zweifel und und sag mir: „Lieber Gunter,   
       glaube nicht alles, was du denkst. Gedanken sind 
       wirklich nur dies - Gedanken!" 
     - Ich richte meine Aufmerksamkeit auf das Schöne. Dazu
       nutze ich das, was mir gerade eben begegnet. So wie 
       vorhin, beim Herfahren stellte im Radio der Moderator 
       einen chinesischen Landstrich vor. Er sprach über eine 
       Region von „betörender Schönheit“. Mantra-artig spreche
       ich die Worte vor mich hin und stelle mir vor, wie eine 
       solche Landschaft wohl aussieht. 
     - Ich suche Gespräche mit mir wohlgesonnenen  
       Menschen.  Ich klage ein kleines bisschen über mein 
       Befinden, um dann, im spielerischen Austausch, wieder 
       frei und fröhlich zu werden.  Spielen, das merke ich
       dabei, macht mich frei. Bei diesem spielerischen Tun 
       werde ich fröhlich und komme ich zu mir. 

Der Extra-Tipp von Gunter König:
Manchmal ist es schwer, vom Wissen ins Tun zu kommen. Dann genehmige ich es mir, als Traumtänzer unterwegs zu sein: Ich male mir aus, wie es ist, wenn ich dieses oder jenes mache. Denn, wer sich etwas vorstellt, aktiviert im Gehirn die Areale, die für eben jenes Tun zuständig sind. Gleichzeitig werden im Körper die Gefühle geweckt, die bei eben jenem Tun frei fließen. Diese geweckten Gefühle geben mir Schwung, um aufzustehen und es dann einfach zu tun.
Liebe Leserinnen und Leser,
so, mit dem Schreiben dieses Briefes an Sie habe ich meine Granteligkeit abgeschrieben und fühle mich gestärkt dafür, die Ausgangssituation mit Wohlwollen, klarem Verstand und auch mit Witz anzuschauen.
Herzlichen Dank fürs Zuhören und viel Freude dabei, die erwähnten Lösungswege selbst zu gehen.
Und wenn ich einen weiter gehenden Beitrag dazu leisten darf - Sie wissen ja: Ich freu mich auf ein Gespräch.
Herzlich grüßt mit Freude
Ihr Gunter König 


Donnerstag, 9. März 2017

"Muss? Kenne ich nicht. Ich kenne nur Muße. Ich habe die Wahl doch - oder?"


KönigsImpulse

März  2017 


Eine Handreichung für Führende und Menschen, die sich entfalten wollen. Die KönigsImpulse dienen der Inspiration, dem Dranbleiben und Innehalten.




Franz Marc, Woman Reading in a Meadow, 1906
„Muss? Kenne ich nicht. Ich kenne nur Muße.
Ich habe die doch Wahl – oder?“

Hurra!  Die Inszenario®-Coach-Ausbildung für 2017/2018 steht. Es gibt noch freie Plätze und ich freue mich auf weitere Teilnehmer(innen). Kennenlerntage am 27. und 28.04.2017
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Bewusst auf etwas zu verzichten reinigt, klärt, schafft Raum für noch unbekanntes, spannendes Neues. Auch deshalb möchte ich dieses Jahr wieder fasten. Ich habe mich entschlossen, eine, vielleicht zwei Wochen auf feste Nahrung zu verzichten. Ich möchte mich von der Energie beflügeln lassen, die durch Fasten freigesetzt wird. Ich freue mich sehr darauf. Vergangenes Jahr hatte ich auf diesen Verzicht verzichtet – und es doch sehr vermisst.
Wer fastet, bricht mit Gewohnheiten.
Wer fastet, erfährt, dass er/sie es selbst in der Hand hat, wie er/sie das Leben gestaltet.
Wer fastet, bekommt Freiräume und schärft sein Bewusstsein für das, was sie möchte.
 
Die Empfehlung für den März
Allen Lesern dieses Newsletters schlage ich für diesen Monat vor:
Praktizieren Sie „Muss“-Fasten.
Verzichten Sie während Ihrer Fastenzeit bewusst auf das Wort „muss“.
Wann immer Sie „ich muss“ sagen möchten, fallen Sie sich am besten sofort selbst ins Wort. Ersetzen das „muss“ beispielsweise durch die Formulierung „ich entscheide mich dafür“ oder für die Worte „ich möchte“ oder für „ich darf“.

Der Hintergrund: So wirken Worte
Worte wirken nach innen und nach außen. 
Wenn ich „ich muss“ sage, dann sage ich mir selbst, dass ich im Zwang bin: Da gibt es keinen Spielraum, da gibt es keine Alternativen.  Das ist zwingend!
Ich beobachte: Wer „ich muss“ sagt, schaut eher missmutig in die Welt.
Diese Menschen haben sich wohl erfolgreich die Freude an der Arbeit und am Leben ausgetrieben. Wer „ich muss“ sagt, setzt sich selbst unter Druck und erhöht seinen Stresspegel.  
Die Wirkung nach außen ist nicht besser. Beim Gesprächspartner kann der Eindruck entstehen: Da ist einer, der nicht über sich selbst bestimmt. Da ist jemand, der mit Druck und Angst zu lenken ist.


Beim „Muss“-Fasten passiert genau das Beschriebene.
Beim „Muss“-Fasten verzichten Sie auf das begrenzende Wort. Durch diesen Verzicht und durch die bewusste Wahl von starken Worten lassen Sie Ihre Sicherheit wachsen, selbst Ihres Glückes Schmied zu sein.
Denn es gibt – das sagte bereits mein Großvater mit breitem Schmunzeln –  nur zwei Formen von „Müssen“. Erstens: Ich muss aufs Klo. Zweitens: Ich muss Sterben.
Und noch eine königliche Anmerkung:
Ich muss. Du musst. Er/sie/es muss. Wir müssen. Ihr müsst. Sie müssen.
Wer so sein Leben dekliniert, den konfrontiere ich freundlich mit meiner Sicht: Sie übernehmen keine Verantwortung für sich. Sie geben die Verantwortung an die Umstände, an die Hierarchie, an die Gesellschaft oder was und wen auch immer ab. Oder Sie haben vielleicht keine Lust, sich die Mühe zu machen, die eigene schlechte Laune zu zügeln und ein gutes Leben zu gestalten. . .
Es ist leichter, sich als unbeholfenes, aber edles Opfer in einem unglücklichen Spiel zu inszenieren als zu sagen: Nun gut. Es ist nicht so, wie ich es mir wünsche. Aber angesichts dieser Situation entscheide ich mich dafür, diesen Weg zu gehen. Erweist er sich als gut – wunderbar. Wenn nicht, wähle ich einen der anderen Wege.



Der Extra-Tipp von Gunter König:
Halten Sie inne. Das „ich muss“ treibt an, hetzt.
Wer hetzt, schaut nicht mehr nach links oder rechts, bekommt einen Tunnelblick.
 
Innehalten. Ausatmen.
Kommen Sie zur Ruhe.
Besinnen Sie sich – nehmen Sie mit allen Sinnen sich und die Situation wahr.
Lächeln Sie (sich selbst zu).
Kommen Sie vom ausgepowerten Ich-muss-Leben in Leben der freien Möglichkeiten.
Fragen Sie sich: Stimmt das wirklich, was ich sage, wie ich das sehe? Prüfen Sie (eventuell mit Hilfe von Fachleuten), welche Alternativen möglich sind.


Ich wünsche gutes Gelingen beim Muss-Fasten. Und wenn ich einen Beitrag dazu leisten darf - Sie wissen ja: Ich freu‘ mich auf ein Gespräch.

Herzlich grüßt mit Freude

Ihr Gunter König