Mittwoch, 30. November 2011

Der Zuschauer hat stets einen klareren Überblick



 KönigsImpulse im Juli
Eine Handreichung für Führende und Menschen, die sich entfalten wollen. Die KönigsImpulse dienen der Inspiration, dem Dranbleiben und Innehalten.

Eine Handbreit neben der Gewohnheit wächst das Glück. Gunter König
Wach sein, sich lebendig fühlen, voller Energie und  Tatendrang sein –  dieser Zustand ist das schiere Glück.
Wann haben Sie sich zum letzten Mal so gefühlt?
Wie kam’s dazu? Wer war dabei und hat dazu beigetragen?
Wach und lebendig fühlen  sich die meisten dann, wenn sie etwas Anregendes sehen, hören, jemanden kennen lernen, der neu und anders ist, wenn etwas Aufregendes passiert. Häufig ist das im Urlaub so. Oder gezwungenermaßen, wenn eine Krise dazu zwingt, Neuland zu betreten.
Auch im Alltag können Sie ausgetretene Pfade verlassen – um sich am Augenblick zu freuen, um neue Menschen  kennen zu lernen oder einfach so zum Vergnügen.
Wie das geht?
Ganz einfach: Entgegen der eigenen Gewohnheiten handeln.
Bei schlechten Gewohnheiten wie Rauchen, Jähzorn oder der Aufschieberitis versteht das jeder und die meisten nicken zustimmend. Doch es lohnt sich, gute Gewohnheiten gelegentlich zu hinterfragen. Als Sie eine Gewohnheit annahmen, war dieses Verhalten zum damaligen Zeitpunkt die richtige Lösung. Sie haben diese Strategie beibehalten, wieder und wieder eingesetzt bis sie zur Gewohnheit wurde. Doch ist diese Gewohnheit die richtige Lösung für jetzt?
Probieren Sie’s einfach aus.
Nehmen Sie eine Gewohnheit, eine für Sie typische Reaktionsweise mal einige Tage ins Visier. Überlegen Sie, wie Sie auch noch handeln könnten. Nehmen Sie diese Handlungsoptionen mit in den Tag und setzen Sie diese um. Am Abend prüfen Sie: Was haben Sie erlebt? Was war weniger gut, was war vorzüglich? Welche Folgen haben Sie überrascht?
Eines kann ich Ihnen schon jetzt versprechen: Gleich welche neuen Verhaltensweisen Sie ausprobieren – Sie werden sich frischer, wacher und lebendiger fühlen. Die Energie, die in Ihren Gewohnheiten festgefroren war, ist frei geworden und steht Ihnen nun zur Verfügung.
Wenn Sie sich weitere Anregungen holen möchten – Sie wissen ja, ein Anruf bei mir genügt.
Ihr Gunter König
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Dienstag, 10. Mai 2011

Man gewöhnt sich an alles – sogar an sich selbst


KönigsImpulse im Mai 2011

„Verflixt und zugenäht!“ Ohne Schlüssel stehe ich vor meiner Praxis. Ich brummele vor mich hin.
An diesem Tag lief schon manches schief, bis ich aufmerkte und umschaltete.
Normalerweise beginne ich meine Arbeit mit dem Kunden um 9 Uhr. Dann habe ich gefrühstückt, bin vorbereitet und wohlgemut auf den Tag eingestimmt.
Manchmal bin ich liebenswürdig und vereinbare auf Wunsch meiner Klienten 30 Minuten früher einen Termin. Für diesen Klienten war ich sehr liebenswürdig –  schon um 8 Uhr hatten wir uns verabredet.  Deshalb bin ich heute früh ohne Frühstück nur mit einer Tasse Tee in Büro geeilt und stehe jetzt ohne meine Schlüssel vor der Bürotür.

Kurzerhand verlegten wir das Gespräch ins Café und arbeiteten dort konzentriert. Die nächsten Gespräche folgten nahtlos – inzwischen in meinen Räumen. Dass ich schleichend immer mehr unter Strom stand – das ignorierte ich. Erst als um 13.15 Uhr noch ein Anruf von der VHS kam – der Kurs am Abend würde ausfallen – und ich verärgert reagierte, merkte ich: Ich war viel zu angespannt. Die angespannte Eile vom Morgen hatte ich mit in den Tag genommen.
Ich horchte in mich hinein. In solchen Situationen, bei außerordentlichen Gelegenheiten, stelle ich mir ein Stimmungsthermometer vor und frage mich, wo sich die Quecksilbersäule befindet:
-        Wie hoch ist meine Energie (von reif fürs Bett bis zum Bäume ausreißen)?
-        Auf welcher Skala  stehen meine Gefühle (von wurstig, zornig, traurig bis enthusiastisch, liebevoll, lebensfroh)?
Ich merkte: Auf meiner Skala der Angespanntheit war ich mindestens bei 70 angelangt – 100 ist das Limit. Im Alltag, wenn alles fließt, bewege ich mich mit einer Anspannung zwischen 30 und 40. Doch 70 waren eindeutig zu viel.
Ich beschließe, eine kurze Regenerationszeit zu nehmen: eine Kleinigkeit essen, mit der Bedienung scherzen, bewusst schmecken, riechen, fühlen und hören. Bald hatte ich mich wieder eingependelt und bewegte mich mit „Anspannung 40“ zum Büro zurück.
Wieder merke ich, wie wichtig es ist, sich vor Beginn der Arbeit (und auch zwischendurch) zu kalibrieren, abzuchecken: Wo stehe ich? Sich neu zu eichen und einzustimmen. Wenn ich das nächste Mal liebenswürdigerweise einen frühen Termin vereinbare, werde ich mir am Morgen drei Minuten schenken, mich auf den Tag und die Situation einstimmen und die Schlüssel einstecken.
Mein Tipp: Experimentieren Sie dreimal täglich eine Minute, nehmen Sie Ihre gewohnten Muster bewusst wahr mit dem Stimmungsthermometer. Nehmen Sie wahr, was Sie fühlen und in welcher Stärke. Ihr Stimmungsthermometer signalisiert Ihnen sofort, wie es um Sie steht. Und die notwendigen Handlungen liegen meist auf der Hand.
Wenn Sie drangehen wollen, wie Sie den Ausschlägen auf Ihrem Stimmungsthermometer umgehen – Sie wissen ja: ich freu’ mich auf ein Gespräch mit Ihnen.
Herzliche Grüße Gunter König

Mittwoch, 6. April 2011

Königsimpulse im April 2011

KönigsImpulse im April

Eine Handreichung für Führende und Menschen, die sich entfalten wollen. Die KönigsImpulse dienen der Inspiration, dem Dranbleiben und Innehalten.

Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut,
sondern auch für das, was man nicht tut
.

Was waren das für wechselvolle Tage im März. Erst der Aufstand in den nordafrikanischen Staaten. Wie Dominosteine fielen sogenannte autoritäre Regime. Der Letzte leistet Widerstand. Rasch die Reaktion: Innerhalb zwei, drei Wochen hat sich ein Großteil der westlichen Welt entschieden, die Lufthoheit zu sichern, um den Menschen in Libyen zu ermöglichen, Chancengleichheit im Kampf um Freiheit zu gewinnen.
Dann bebte die Erde bei Japan, die große Welle kam und in Fukushima schmolz der Kern im Reaktor. Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrer Regierung macht einen Salto Mortale und stellt die Atomindustrie in Frage. Das wäre vor kurzem völlig undenkbar gewesen. Die Welt heute ist eine andere! Wir erleben einen Grünen als Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg.
Während diese Umwälzungen geschehen, habe ich meiner Frau und mir ein Wochenende zum Innehalten gegönnt. Wir flanieren in Baden-Baden – dort blühten Mitte März schon die Tulpen, Krokusse, Anemonen und die Kirschbäume. Die Frühlingssonne, das Erwachen der Natur erfüllen uns mit Lebensfreude. Gleichzeitig beobachten wir staunend, in welchem Tempo sich die Welt verändert. 
Was mir auffiel: Wir handeln, als würden wir unendlich leben. Ich selbst nehme mich nicht aus von diesem Denken, auch ich bin zuversichtlich, noch mit 85 in meiner Praxis zu arbeiten. . .  Ob’s so kommt?
Indes: Das Restrisiko, wie die potenzielle Lebensgefahr verschleiernd bezeichnet wird, hat Auswirkungen auf viele, viele Jahrzehnte, Jahrhunderte. Die Folgen werden nicht nur wir, sondern unsere Kinder und Enkel tragen. Dennoch tun wir so, als hätten wir alles im Griff.

Dabei reicht ein Blick auf den Alltag, um zu erkennen, wie trügerisch ein solcher Glaube ist. Alles, was passiert, hat Auswirkungen. Die Chaosforschung meint: Der Flügelschlag eines Schmetterlings in Südamerika, kann andernorts einen Sturm auslösen. Wir leben in einer globalen Welt. Viele Verflechtungen sind für uns nicht erkennbar. Was also tun?
Meine Empfehlung – sie ist Lebenshaltung und Arbeitstechnik gleichermaßen - lautet: Inne halten.
Inne halten bedeutet für mich: sich für Minuten oder Stunden oder Tage aus dem Alltagsroutinen entfernen. Den Gewohnheiten eine Pause gönnen, sich fragen: „Bin ich noch auf meiner Spur? Wie geht’s mir gerade?“ Und sich dann mit Ruhe und Gelassenheit auf Lebenswichtiges konzentrieren. Jetzt gelingt es leichter, sich einen Überblick zu verschaffen, die Verflechtungen, Verpflichtungen zu entdecken, wesentliche Faktoren und Wechselwirkungen zu erkennen. Das ruhige Betrachten der Situation schützt davor, getrieben zu sein und fremd gesteuerte Entscheidungen zu treffen. Innehalten hilft, selbst verantwortlich zu handeln.
Halten Sie inne, Halten Sie den Schrecken aus, der Sie möglicherweise ergreift, wenn Sie die Vielzahl der Verflechtungen und Zusammenhänge erkennen, sich dabei ohnmächtig fühlen. Um dann stimmig zu entscheiden, richten Sie den Blick auf das, was gut ist. Wie können Sie das Gute stärken?
Wenn Sie mit mir die Verflechtungen Ihres Lebens betrachten möchten:                Sie wissen ja – ein Anruf genügt. 
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Gunter König, Dipl.-Psychologe
KönigsCoaching mit S.A.L.Z.
Klosterstraße 11, 74523 Schwäbisch Hall
Tel.: 07 91-85 70 00, Fax: 07 91-85 70 02